Bundesrat Johann Schneider-Ammann persönlich enthüllte im Beisein von zahlreichen Journalistinnen und Journalisten Ende August in Zürich den Forschungssatelliten CHEOPS – der ab dem Frühjahr 2019 die Suche nach sogenannten Exoplaneten unterstützen wird. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei zwei am Satelliten angebrachten Plaketten, welche von Physiker und BFH-Dozent, Guido Bucher, in monatelanger Programmierarbeit mit Kinderzeichnungen versehen wurden.

CHEOPS-Mission

Bundesrat Schneider-Ammann mit Kindern
Bundesrat Schneider-Ammann mit den Kindern, die stellvertretend für all diejenigen anwesend waren, deren Zeichnungen mit CHEOPS mitfliegen werden. Bild: Universität Bern / Adrian Moser

Der Forschungssatellit «CHEOPS» (CHaracterising ExOPlanets Satellite) wurde unter der Leitung der Universität Bern und der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt. Beteiligt waren weitere Institute aus insgesamt elf europäischen Ländern. Das Ziel der CHEOPS-Mission ist es, die Suche nach potenziell lebensfreundlichen Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems zu unterstützen und das Wissen über ebendiese Exoplaneten zu verbessern.

Naturwissenschaften sichtbar machen

Titanplakette mit den eingravierten Kinderzeichnungen
Eine der beiden buchdeckelgrossen Titanplaketten mit den eingravierten Kinderzeichnungen. Bild: Universität Bern / Adrian Moser

Die Berner Fachhochschule ist ebenfalls an der CHEOPS-Mission beteiligt – wenn auch auf eine etwas andere Art und Weise. Physiker und BFH-Dozent, Guido Bucher, war es nämlich, der 2748 Kinderzeichnungen um den Faktor 1000 verkleinert in zwei am Satelliten angebrachte Titanplaketten eingravierte. Dabei gelang es ihm, eine neuartige Methode zu entwickeln, die jetzt dem CHEOPS-Projekt dient und später möglicherweise in der Industrie verwendet werden kann.

Die fantasievollen Zeichnungen von Raketen, Astronauten und ausserirdischen Welten stammen von Kindern aus ganz Europa. Sie alle hatten sich vor drei Jahren auf einen Aufruf des CHEOPS-Teams gemeldet. Die Idee dahinter: Nachwuchsförderung – beziehungsweise die Sensibilisierung junger Menschen für spannende Tätigkeiten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Die Zukunft wird es zeigen

Eine Kinderzeichnung
Eine der Kinderzeichnungen, die ins All fliegt: Begegnung mit ausserirdischem Leben: «Lass uns Freunde sein». © CSH, Universität Bern

Ob die Kinder von der Weltraumfahrt angesteckt und solche und ähnliche Berufsfelder für sich entdecken werden, wird sich erst noch zeigen. Ebenfalls bleibt spannend, was bei den Messungen des CHEOPS-Satelliten zutage kommt.

Weiterführende Links

Alle eingereichten Kinderzeichnungen
Weitere Informationen zum CHEOPS-Projekt

Dieser Beitrag gefällt mir

1+