Knapp 250 Mädchen und Jungen hatten im Rahmen des diesjährigen Zukunftstags die Möglichkeit, an der BFH in verschiedene Berufsrichtungen hineinzuschnuppern. Ganz nach dem Motto «Seitenwechsel», dem sich der Nationale Zukunftstag seit bald 20 Jahren verschrieben hat, tauchten die Schülerinnen und Schüler in für sie untypische Arbeitsfelder ein. Ein paar Impressionen…

Mädchen – Informatik – los!

Elissia (11) im Hörsaal
Elissia mag das Fach «Medien und Informatik» in der Schule besonders. Bild: Julia Zosso

27 Mädchen im Alter von 11-13 Jahren füllten am 8. November einen Hörsaal im Departement Wirtschaft. Sie alle hatten sich für das Programm «Mädchen – Informatik – los!» angemeldet und beschäftigten sich am Vormittag unter anderem mit dem Thema «digitale Identität». Auch Elissia (11) hatte sich nach eigenen Internetrecherchen zum Zukunftstag für dieses Spezialangebot angemeldet. Sie kennt das Fach «Medien und Informatik» aus der Schule und mag es sehr. So sehr, dass sie frühere Berufswünsche wie Coiffeuse oder Ärztin mittlerweile über Bord geworfen hat und sich gut vorstellen könnte etwas «im Bereich Informatik» zu machen. Und damit steht sie nicht alleine da.

Die Dreier-Gruppe Malina, Lea und Selina (v.l.n.r.) bei «Mädchen – Informatik – los!» am Departement Wirtschaft der Berner Fachhochschule.
Die Dreier-Gruppe Malina, Lea und Selina (v.l.n.r.) bei «Mädchen – Informatik – los!» am Departement Wirtschaft der Berner Fachhochschule. Bild: Julia Zosso

Auch anderen Mädchen im Saal war die Faszination für solche Themen anzumerken. Die Gruppe von Selina (11), Lea (11) und Malina (12) etwa, arbeitet gerne «mit dem Computer und so». «Es wäre aber schön», so der Tenor der Drei, «wenn sich die Arbeit am Computer mit Menschen verbinden liesse oder wenn dabei etwas Konkretes, das man als Endresultat in den Händen halten kann, entstehen würde.» Auf die Frage, was ein solches Endresultat denn sein könnte, antwortete Selina: «Zum Beispiel selbst designte Kleider.»

Plazenta und Co.

Nicolas (13) im Hebammen-Training
Nicolas (13) im Hebammen-Training. Bild: Julia Zosso

Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett – das waren Themen, um die es gleichzeitig für eine Gruppe von 12 Jungen und 5 Mädchen am Departement Gesundheit ging. An einem Modell selbst ertasten, wie das Baby im Bauch liegt, mit dem Pinard-Rohr den Herztönen lauschen oder sogar eine richtige Plazenta bestaunen – am Hebammen-Training mit Rahel Messmer, Studienleiterin Weiterbildung Geburtshilfe, und Anina Häfliger, Wissenschaftliche Assistentin, ging es richtig zu Sache.

Auch der 13-jährige Nicolas schnupperte in den Beruf der «Hebamme» hinein, obwohl er sich eigentlich eher für die Physiotherapie interessierte, welche später auch noch auf dem Programm stand. Das Hebammen-Training fand er «aber auch noch spannend» und ergänzte überzeugt: «Ich würde wiederkommen.» Seine berufliche Zukunft sehe er aber doch eher im technischen Bereich, fuhr er fort und erklärte mit glänzenden Augen: «Ich habe zuhause so einen Bastelraum. Dort mache ich immer so Sachen mit Strom und so.»

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