Die BFH arbeitet seit längerem intensiv an ihrem Employer Branding. Sie will sich als Arbeitgeberin noch besser am Arbeitsmarkt positionieren und stellt dabei vermehrt den Faktor Mensch ins Zentrum – das heisst die Mitarbeiter*innen und die Unternehmenskultur.
Peggy Riese
Peggy Riese, Leiterin des Projekts «Neuer Arbeitgeberauftritt», präsentiert die neue Karriere-Website. Bild: Corina Lardelli

Employer Branding

«… (auf Deutsch Arbeitgebermarkenbildung) ist eine unternehmensstrategische Massnahme, bei der Konzepte aus dem Marketing – insbesondere der Markenbildung – angewandt werden, um ein Unternehmen insgesamt als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und von anderen Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt positiv abzuheben.» Quelle: Wikipedia

Mit einem starken Employer Branding positioniert sich ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber – so auch die BFH. Doch wie gelingt es, sich von anderen abzuheben und trotzdem authentisch zu bleiben? Peggy Riese, Leiterin des Projekts «Neuer Arbeitgeberauftritt» an der BFH, ist überzeugt: «Den wesentlichen Unterschied machen heute die Soft-Faktoren.» Also nicht ausschliesslich klassische Arbeitnehmer*innenvorteile wie die Möglichkeit, Teilzeit oder im Homeoffice zu arbeiten, sondern die Menschen und die Kultur eines Unternehmens.

Veränderte Arbeitswelt

Wie viele andere Unternehmen und Organisationen kämpft auch die BFH seit ein paar Jahren mit Fachkräftemangel und dem Rückgang von qualifizierten Bewerbungen in bestimmten Bereichen. Zusätzlich hat die Digitalisierung den Arbeitsmarkt in den letzten Jahren verändert und es lässt sich ein Wertewandel beobachten. «Jüngere Generationen legen nicht mehr so viel Wert auf eine sichere Arbeitsstelle wie ältere», erklärt Peggy Riese. Wenn ein Job nicht mehr gefalle, werde ein neuer gesucht. «Auch deshalb müssen die Arbeitgeber*innen heute mehr dafür tun, dass talentierte Mitarbeiter*innen für sie arbeiten wollen», betont die Projektleiterin.

Starker Auftritt

Fotoaufnahmen
Für die neuen Stelleninserate und die Bebilderung der Website wurden Mitarbeiter*innen der BFH fotografisch in Szene gesetzt. Bild: Peggy Riese

Indem die BFH ihr Employer Branding stärkt, trägt sie diesen veränderten Umständen Rechnung. «Wir haben gemeinsam mit Jörg Buckmann, einem ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet des Employer Brandings, in den letzten Monaten viel in Bewegung gesetzt», betont Riese. Unter anderem wurden die Stelleninserate überarbeitet, ein Job-Abo eingeführt, die Inhalte der Karriereseite bfh.ch/karriere geschärft und mit Bildern und Testimonials erlebbar gemacht. Weiter tritt die BFH als Arbeitgeberin neu vermehrt in den sozialen Medien auf und hat die Kommunikation mit den Bewerber*innen überarbeitet – von der Bestätigung des Bewerbungseingangs, über die Einladung zum Vorstellungsgespräch bis hin zur Zu- oder Absage für eine Stelle.

Mehr Resonanz

Feedbacks zeigen, dass die Massnahmen wirken. «Wir erhalten regelmässig positive Rückmeldungen von aussen und auch die Besucherzahlen auf der Webseite bestätigen uns», betont Peggy Riese. Gleichzeitig melden die HR-Berater*innen, dass sie seit der Umsetzung der Massnahmen mehr Anrufe von Stelleninteressierten erhalten. «Das freut uns natürlich, denn auch wenn sich eine Person nach einem Telefongespräch nicht bewirbt, so hat sie doch einen ersten persönlichen Kontakt zur BFH geknüpft», sagt Riese. Im Idealfall denke die Person später daran zurück – vielleicht dann, wenn eine geeignete Stelle frei ist.

Active Recruiting

Mit einem ansprechenden Arbeitgeber*innenauftritt sei ein erster Schritt gemacht, hält Peggy Riese fest. Nun gelte es aber, am Ball zu bleiben. So entstehen aktuell ein Arbeitgeber*innenfilm sowie Kurzvideos zu den Lehrberufen der BFH, die künftig auf der Karrierewebseite eingebunden und zur Vermarktung auf Social Media verbreitet werden. «Ausserdem wollen wir unsere Rekrutierungsstrategie weiterentwickeln», fährt sie fort. Also die Frage, wie die BFH mit einer zielgerichteten Auswahl an Medienkanälen an potenziell neue Stelleninhaber*innen gelangt. «Man weiss heute, dass rund 20 Prozent der Arbeitnehmer*innen aktiv auf Stellensuche sind. Die anderen 80 Prozent nicht», erklärt Riese. Und genau diese 80 Prozent gelte es zu erreichen.

Mitarbeiter*innen als wichtige Markenbotschafter*innen

Grosses Potenzial, um auf nicht aktiv Stellensuchende zuzugehen, steckt in den beruflichen und privaten Netzwerken unserer BFH-Mitarbeiter*innen. Sie sollen vermehrt als Botschafter*innen wirken und die BFH auf der Suche nach neuen Talenten unterstützen. «Wir waren überwältigt, als ganz zu Beginn des Employer-Branding-Projekts Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen so zahlreiche – und je nach Arbeitsgebiet auch ganz unterschiedliche – positive Aspekte der BFH als Arbeitgeberin hervorgehoben haben», erzählt Peggy Riese. Diese vielfältigen positiven Aspekte sollen die Mitarbeiter*innen vermehrt nach aussen tragen. Unterstützung bietet hierbei das Job Widget im Intranet. Damit können sich Mitarbeiter*innen rasch über freie Stellen informieren und diese in ihren beruflichen und privaten Netzwerken teilen.

Feedbacks von Bewerber*innen

«Ihre Antwort hat mir viel Freude und ein Schmunzeln bereitet. Das ist mal etwas Anderes als eine 0815-Bestätigung. Genau mit der Prise Humor und der Vielfältigkeit, die Ihre Institution bunter macht. Dies bestärkt meine Entscheidung, mich bei Ihnen beworben zu haben.»
Rückmeldung eines Bewerbers auf die Bewerbungsbestätigung seitens BFH
«(…) Nun ist so eine Absage immer eine Enttäuschung – das ist ja klar. Manchmal ist die Absage jedoch so formuliert, dass man sich getrost sagen kann, dass man wohl nichts verpasst hat. Anders bei Ihnen: Ihre Absage ist so freundlich und wertschätzend formuliert, dass es einen doppelt reut, die Stelle nicht zu bekommen – wer will nicht an einem Ort arbeiten, wo man geschätzt wird? Von meinem kurzen Abstecher in die Personalrekrutierung weiss ich, dass es auch nicht einfach ist, eine Absage zu erteilen – deshalb möchte ich Ihnen mein positives Feedback nicht vorenthalten: Bereits an unserem telefonischen Gespräch hatte ich einen sehr guten Eindruck von Ihnen und die beiden folgenden Mails haben diesen bestätigt. Sie machen einen guten Job!»
Rückmeldung einer Bewerberin auf eine Absage seitens der BFH
«Herzlichen Dank, insbesondere für die personalisierte E-Mail, die auch eine gescheiterte Bewerbung nicht als persönlichen Fehlversuch erscheinen lässt. Das ist nicht selbstverständlich.»
Rückmeldung einer Bewerberin auf eine Absage seitens der BFH
«Ich will Sie auch gar nicht mit Fragen aufhalten, sondern Ihnen nur kurz mitteilen, dass ich noch nie so eine charmante Absage erhalten habe. Super Text, SEHR schade, dass ich keinen Teil von Euch werden kann.»
Rückmeldung einer Bewerberin auf eine Absage seitens der BFH

Das alles bietet die BFH ihren Mitarbeiter*innen …

Auf der Seite bfh.ch/karriere finden Sie zusammengefasst viele starke Gründe fürs Arbeiten an der BFH.

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Bei Fragen oder Rückmeldungen steht Ihnen Peggy Riese, Leiterin des Projekts «Neuer Arbeitgeber*innenauftritt», gerne zur Verfügung.

Zur Person

Peggy Riese arbeitet seit Oktober 2018 als Projektleiterin in der Abteilung Human Resources. Auf die Frage, warum sie selbst gern an der BFH angestellt ist, sagt sie: «Ich darf einen vielseitigen Job ausüben und komme dabei in Kontakt mit ganz verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen. Ich habe die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten und meine Arbeitszeiten flexibel einzuteilen, was mir als berufstätige Mutter sehr entgegenkommt. Weiter darf ich in einem aufgestellten, hilfsbereiten und wertschätzenden Team arbeiten, mit einer verständnisvollen Vorgesetzten, die mich täglich fördert und fordert.»

Hinweis: Alle Bilder dieses Beitrags wurden vor der Einführung der allgemeinen Maskenpflicht aufgenommen.

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