Die Vielfalt der Berner Fachhochschule kommt nicht nur durch die verschiedenen Departemente und Fachrichtungen zustande, sondern auch durch ganz unterschiedliche Tätigkeiten, denen die Mitarbeitenden Tag für Tag nachgehen. Die Einheit, welche all diesen Tätigkeiten zugrunde liegt, ist die BFH als Arbeitgeberin.

Zu Besuch in der Hausmeister-Werkstatt

Ruedi Büchler in seiner Werkstatt
Ruedi Büchler, Mitarbeiter Hausdienst, in seiner Werkstatt am Falkenplatz. Bild: Corina Lardelli

Ruedi Büchler kommt gerade von einem Lampenwechsel. Die energiefressenden Glühbirnen im Eingangsbereich des Falkenplatz 24 mussten mit nachhaltigen LED-Lampen ausgetauscht werden. Er trifft sich mit mir in seiner Werkstatt und erzählt, was für Arbeiten bei ihm sonst noch so anfallen: Räume aufschliessen und unterhalten, Beamer zum Laufen bringen, Whiteboards aufhängen, tropfende Hähnen, defekte Lampen oder streikende Drucker reparieren, im Sommer Rasenpflege, im Winter Eingänge freischaufeln und enteisen, hin und wieder ein WC entstopfen oder ausgeleerte Flüssigkeiten aufputzen… Die Aufzählung könnte noch lange fortgesetzt werden, aber es wird schnell klar: die Tätigkeit im Hausdienst erfordert ein vielseitiges, handwerkliches Geschick und eine grosse Portion Flexibilität. Nebst planbaren, wiederkehrenden Aufgaben, weiss Ruedi Büchler am Morgen nämlich nie, was der Tag noch so bringt.

Es sei auch schon vorgekommen, dass er nach dem Feierabend von seinem Segelboot aus technischen Support leistete, erzählt Ruedi Büchler lachend und beweist: Sein Engagement bei der Arbeit ist gross. Er will «einen guten Service bieten» und macht was er kann, um seine Kundinnen und Kunden – also die Mitarbeitenden der BFH-Standorte Hallerstrasse und Falkenplatz – zufrieden zu stellen. Der Umgang mit den verschiedenen Menschen und die Wertschätzung, die er bei seiner Arbeit erfährt, so betont Ruedi Büchler, geben ihm aber auch viel zurück.

Die Gesellschaft im Fokus

Dr. Tobias Fritschi, Dozent für Ökonomie am Departement Soziale Arbeit und Stv. Leiter des BFH-Zentrums für Soziale Sicherheit.
Dr. Tobias Fritschi, Dozent für Ökonomie am Departement Soziale Arbeit und Stv. Leiter des BFH-Zentrums für Soziale Sicherheit in seinem Büro. Bild: Valérie von Allmen

Szenenwechsel: Ich treffe Dr. Tobias Fritschi, Dozent für Ökonomie am Departement Soziale Arbeit und Stv. Leiter des BFH-Zentrums für Soziale Sicherheit in seinem Büro. Heute sei ein intensiver Arbeitstag erklärt er und führt sogleich aus, was das heisst: Austausch mit Arbeitskollegen bezüglich Lehrauftrag, Telefonate und Treffen mit externen Partnern bezüglich Zusammenarbeit in Projekten, Überarbeitung der Forschungsinstrumente nach eben diesen Besprechungen und, und, und. Immer geht es dabei um das übergeordnete Ziel, die Integration von Menschen mit eingeschränkten Verwirklichungschancen zu fördern. Eine schöne Aufgabe, die gesellschaftlich von grosser Bedeutung ist und Tobias Fritschi Tag für Tag antreibt.

Besonders wichtig ist dem Dozenten nebst seiner Forschung auch die Arbeit mit den Studierenden. Es beflügle ihn, zu sehen wie diese beim Erarbeiten von Bachelor-Thesen Feuer fangen und mit ihrer Forschung etwas bewegen wollten, erklärt Tobias Fritschi. Dabei seien die Studierenden auch Inspiration für seine eigene Forschungsarbeit, denn sie hätten die Fühler oft noch näher am Zeitgeschehen und interessierten sich für aktuelle Entwicklungen – beispielsweise im digitalen Bereich. So werde er immer wieder gezwungen, gewohnte Fahrwasser und die eigene Komfortzone zu verlassen und sich unaufhörlich mit sich und der Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Als «Gesicht der BFH» prägt Tobias Fritschi so auf eine sehr persönliche Art und Weise die Forschung im Bereich Soziale Sicherheit, die Öffentlichkeit durch die Sensibilisierung für eben solche Themen und nicht zuletzt junge Studierende auf ihrem Weg in eine vielversprechende Zukunft.

Zwischen Labor, Bürotisch und Vorlesungssaal

Dr. Katrin Kopf, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsfeld Lebensmittelverarbeitung der BFH HAFL.
Dr. Katrin Kopf, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsfeld Lebensmittelverarbeitung der BFH HAFL bei der Arbeit im Labor. Bild: Valérie von Allmen

Was es heisst, Forschung und Lehre unter einen Hut zu bringen, weiss auch Dr. Katrin Kopf, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsfeld Lebensmittelverarbeitung der BFH HAFL. Von einem Interesse an Lebensmitteln getrieben, das ihr als Tochter einer Bäckerfamilie sozusagen in die Wiege gelegt wurde, geht sie heute unterschiedlichen ernährungswissenschaftlichen und technologischen Fragen nach.

In ihrem 60%-Pensum vereint Katrin Kopf dabei die unterschiedlichsten Aufgaben: Forschungsarbeit im Labor, Weiterverarbeitung des gewonnenen Wissens am Bürotisch, Pflege von und Zusammenarbeit mit Industriepartnern, Betreuung des Mastermoduls «Nutrition meets technology», das sie eigens aufgebaut hat, und weitere Lehrtätigkeiten wie etwa die Begleitung von studentischen Arbeiten. Daneben hält sie hin und wieder Vorträge an Veranstaltungen, arbeitet an wissenschaftlichen Publikationen oder steht in Interviews Red und Antwort. Ein Teil ihrer Arbeit, so erzählt sie mir, wird dabei nie sichtbar, denn gerade die Arbeiten mit Industriepartnern müssten oft vertraulich behandelt werden.

Der Spagat, den die zweifache Mutter in ihrem vielfältigen Berufsalltag hinlegt, ist ganz schön herausfordernd und den Überblick zu behalten, scheint gar nicht immer so einfach. Diese Tatsache mindert die Freude an ihrer Arbeit aber nicht. Im Gegenteil. Sie schätze es sehr, dass sie bei einem Teilzeitpensum einer solch spannenden Arbeit nachgehen könne, bei der sie auch ein Stück weit die Möglichkeit habe, sich selbst zu verwirklichen.

Den Überblick behalten

Lynn Scholtes an ihrem Arbeitsplatz.
Lynn Scholtes, rechte Hand der Direktorin des Departements Wirtschaft. Bild: Valérie von Allmen

Auch in Lynn Scholtes’ Tätigkeit geht es darum, den Überblick zu behalten. Mit einem Bachelorstudium in Wirtschaftswissenschaften und Soziologie in der Tasche übernahm sie erst vor kurzem die Anstellung als rechte Hand der Direktorin im Departement Wirtschaft. Sie sorgt seither Tag für Tag für reibungslose Abläufe, hält die Stellung, wenn die Chefin gerade ausser Haus ist oder unterstützt im Hintergrund mit der Erarbeitung von Präsentationen, Faktenblättern oder Zusammenstellungen. Darüber hinaus organisiert und koordiniert sie Sitzungen oder Studienreisen und bringt sich, wo immer möglich, auch inhaltlich ein – etwa hinsichtlich strategischen Fragen oder im Rahmen des bald anstehenden Departement-Jubiläums.

Als ich sie in ihrem Büro besuche, wird schnell klar: Die gebürtige Luxemburgerin hat die Fäden bereits fest in der Hand. Sie erklärt, dass die Abwechslung, die ihre Arbeit mit sich bringt, vor allem aber die damit verbundene Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Gesichtern des Departements und die Kollegialität, die sie in diesem Zusammenhang erlebt, die Anstellung für sie ausmachen. Sie ist froh, hier zu sein, freut sich auf kommende Herausforderungen und ist – auch wenn ich diese Aussage etwas aus ihr herauskitzeln muss – am Ende mit mir einig, dass sie jeden Tag eine Menge zum grossen BFH-Ganzen beiträgt.

Profil verleihen

Diese vier Mitarbeitenden stehen stellvertretend für die insgesamt über 2400 Gesichter der Berner Fachhochschule. In rund 150 unterschiedlichen Berufsbildern gehen sie Tag für Tag ihrer Arbeit nach, verkörpern Einheit und Vielfalt und verleihen der BFH ihr Profil.

Leseranlass «kennenLernen»

Haben Sie Lust, einen Blick hinter die Kulissen des grössten Forschungszentrums der Schweizer Holzwirtschaft zu werfen und dabei andere Mitarbeitende kennenzulernen? Wir organisieren einen Leseranlass zum Thema «Passion und Vision für das Holz», bei dem Sie die Chance erhalten, über Ihren Tellerrand zu blicken, andere Arbeitsbereiche kennenzulernen und sich intern mit spannenden Köpfen zu vernetzen. Seien Sie dabei und entdecken Sie auf einem Rundgang die vielfältigen Seiten des Werkstoffs Holz – von der Verarbeitung bis hin zur Erforschung in hochspezialisierten Labors.

Wann: 24. Januar 2019, 16.00 Uhr
Wo: Eingangshalle des Technologieparks BFH-AHB, Solothurnstrasse 102, Biel/Bienne
Programm:
16:00 Uhr: Begrüssung und Einteilung der Gruppen
16:15 Uhr: Führung durch den Technologiepark der BFH-AHB
17:00 Uhr: Apéro
Anmeldeschluss: 10. Januar 2019

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