Mit dem Abschluss des Architekturwettbewerbs zum Campus Bern im Februar 2019 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Mitarbeitende erzählen von ihren Eindrücken des Siegerprojekts.
Ausstellung des Architekturwettbewerbs zum Campus Bern
Ausstellung des Architekturwettbewerbs zum Campus Bern. Bild: Corina Lardelli

Was zeichnet das Siegerprojekt «Dreierlei» aus?

Das Siegerprojekt «Dreierlei» der wulf architekten gmbh überzeugte insbesondere durch die innovative Gliederung der Gebäude, welche die Eigenständigkeit der BFH-Departemente zum Ausdruck bringt und sie gleichzeitig zu einer Einheit verbindet. Im Video erklären Jurymitglieder und Architekten, was das Projekt «Dreierlei» auszeichnet.

Was meinen BFH-Mitarbeitende zum zukünftigen Campus Bern?

Rund 70 BFH-Mitarbeitende folgten der Einladung und nahmen Ende Januar 2019 an den Führungen durch die Ausstellung des Architekturwettbewerbs teil. Martin Kieser, Betriebsprojektleiter des Campus Bern, erläuterte die Kriterien der Jury am Beispiel der eingereichten Projekte und beantwortete Fragen. Was haben die BFH-Mitarbeitenden von den Führungen mitgenommen? Welchen Eindruck hat das Siegerprojekt bei ihnen hinterlassen? Worauf freuen sie sich am meisten im neuen Campus Bern? Was ist ihnen bei der Umsetzung des Campus wichtig?

Michael Fuhrer, Betriebsdisponent, Hochschule der Künste Bern

«Mir gefällt am Siegerprojekt besonders gut, dass es einerseits durch verschiedene Bereiche klar strukturiert ist, und dass anderseits mit dem Grundsockel eine Verschmelzung und Begegnungszone entsteht, die den Campus in allen Bereichen zusammenbringt. Für mich ist wichtig, dass der neue Campus die Bedürfnisse der Nutzer erfüllt und einen reibungslosen, praktischen Betrieb ermöglicht. Materialien, Raumeinteilung und in unserem Falle insbesondere die Akustik müssen den Vorgaben des Endnutzers entsprechen. Für die HKB ist es toll, dass zukünftig die performativen Künste am selben Ort vereint sind. Darin sehe ich ein grosses Potential.»

Stefan Wäffler, Leiter Lern-Center, Departement Gesundheit

«Die Komplexität des Campus Bern und die Herausforderung der Gewichtung der verschiedenen Kriterien bei der Bewertung der Wettbewerbseingaben haben mich beeindruckt. Mir ist wichtig, dass bei der weiteren Ausarbeitung des Siegerprojekts die Anforderungen aus dem operativen Alltag ein starkes Gewicht erhalten. Ich hoffe, dass für die aus dem heutigen Alltag bekannten Schwierigkeiten in der Lehre (vor allem im Bereich Spezialräume) konstruktive Lösungen erarbeitet und die Bedürfnisse der Mitarbeitenden diesbezüglich berücksichtigt werden.»

Catrina Dummermuth, Leiterin Bibliothek, Departement Soziale Arbeit

«Die Ausstellung gab mir einen interessanten Einblick in die Arbeit von Architektinnen und Architekten. Ich freue mich, dass vier Bibliotheken zu einer grossen Bibliothek zusammengeführt werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten für unsere Dienstleistungen und Angebote. Ausserdem freue ich mich, dass wir mit den performativen Künsten der HKB auf einem Campus sein werden. Die Nähe zu ihren Themen, die sich von unseren zum Teil stark unterscheiden, wird bestimmt herausfordernd und fruchtbar zugleich. Weiter ist mir die soziale Nachhaltigkeit des Projekts Campus Bern wichtig. Wie schaffen wir es beispielsweise, den Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers herzustellen?»

Yanick Riesen, Teamleiter und Fachspezialist CRM, Services

«Das Ausschreibungsverfahren hat Dimensionen, die ich mir so nicht vorstellen konnte. Ich war überrascht, dass selbst das Siegerprojekt noch einige «Mängel» aufweist, die das Architektenteam nun ausbessern muss. Besonders gut gefällt mir der offen gelegte Stadtbach im Park, der einem mitten in der Industrie das Gefühl gibt, im Grünen zu sein. Ich freue mich auf moderne Arbeitsplätze und die Nähe zu den Departementen. Persönlich wünsche ich mir genügend Parkplätze für den Individualverkehr. Bis zum Bezug des Campus dauert es noch lange. Ich hoffe, dass man Mobiliar und IT-Infrastruktur erst spät bestellt, damit man auf dem neusten Stand der Technologie ist.»

Die nächsten Schritte

Das Architektenteam wird das Projekt nun auf der Grundlage der Empfehlungen der Jury weiterentwickeln und noch mehr auf die Bedürfnisse der BFH abstimmen. Nach heutiger Planung werden die Bauarbeiten 2022 beginnen. Der Studienbeginn für die Departemente Gesundheit, Soziale Arbeit, Wirtschaft und die performativen Künste im neuen Campus ist per Beginn des Herbstsemesters 2026 vorgesehen.

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