Franziska Salvisberg und Nicolas Volkoff von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL treffen sich wöchentlich zum Sprachtandem: Sie unterhalten sich miteinander und bringen sich dabei gegenseitig ihre Sprache bei. Salvisberg stammt aus dem Oberwallis, Volkoff aus Frankreich.
Franziska Salvisberg und Nicolas Volkoff von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL treffen sich wöchentlich zum Sprachtandem.
Franziska Salvisberg und Nicolas Volkoff von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL treffen sich wöchentlich zum Sprachtandem. Bild: Corina Lardelli

Für Franziska Salvisberg hat das Sprachtandem verschiedene Motivationsgründe. Als Leiterin der Abteilung Studiengangsübergreifende Disziplinen hat sie sich vorgenommen, mit allen Mitarbeitenden in deren Muttersprache zu sprechen. Sie möchte damit der HAFL als zweisprachige Institution gerecht werden. «Für mich hat es auch mit Wertschätzung zu tun, wenn ich Mitarbeitenden in deren Muttersprache begegne», erklärt sie. Ausserdem unterrichtet sie das Fach Bewerbungstraining. Sie hält die Vorlesung auf Französisch, weil im Moment die Mehrheit der Studierenden französischsprachig ist. «Zuerst wurde ich ins kalte Wasser geworfen», erzählt sie, «aber jetzt gefällt mir die Herausforderung.»

Auch Volkoff findet es wichtig, beide BFH-Sprachen für den Unterricht zu beherrschen. Als Dozent für Chemie betreut er Studierende im ersten Semester. Zudem engagiert er sich für öffentliche Auftritte der BFH, wie zum Beispiel für die Erfinderwerkstatt tunBern im Rahmen der BEA-Messe. «Das Tandem bringt mir viel, um meine mündliche Ausdrucksweise zu verbessern», meint Volkoff. «Ich merke, dass ich Fortschritte mache, aber ich muss auch noch viel üben», ergänzt er lachend. Im Sommer möchte er noch mit einem Studium an der Pädagogischen Hochschule PHBern beginnen. «Das ist eine weitere Motivation, Deutsch zu lernen.»

Salvisberg und Volkoff treffen sich jeweils für eine halbe Stunde. 15 Minuten sprechen sie Französisch, danach wechseln sie auf Deutsch. Der persönliche Austausch ist ihnen wichtig. «Wir sprechen über alles Mögliche», erzählt Salvisberg. «Einmal haben wir die Wohnungskündigung von Nicolas angeschaut, ein andermal über Krimis diskutiert.» Volkoff und Salvisberg arbeiten in der gleichen Abteilung und haben so von ihrem gegenseitigen Interesse an einem Tandem erfahren.

BFH-Plattform zur Bildung von Sprachtandems

Seit September 2018 bietet die BFH neu eine Tandem-Plattform an, welche allen Mitarbeitenden und Studierenden die Suche nach einer Sprachtandempartnerschaft innerhalb der Institution erleichtert. Dabei sind Tandems in Deutsch, Französisch und Englisch, aber auch in vielen anderen Sprachen möglich. Weitere Informationen gibt es auf der Intranetseite von Transit Sprachsupport.

Franziska Salvisberg und Nicolas Volkoff können ein Sprachtandem auf jeden Fall wärmstens empfehlen: «Es bringt einen sowohl beruflich wie persönlich weiter», sind beide überzeugt.

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